Rechnertuning Teil 1

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Am vergangenen Wochenende habe ich mich jede freie Minute mit der Transplantation meiner „alten“ Komponenten in ein altes Gehäuse vom Dachboden beschäftigt. Grund: NEUKAUF! 😉 Also habe ich mich, wie alle Jahre wieder, bei ALTERNATE.de mit Komponenten eingedeckt, welche die nächsten 5 oder 6 Jahre den Anforderungen ihres Herrchens standhalten müssen. Doch was macht man mit seinen liebgewonnenen und immer noch funktionstüchtigen „Altlasten“?
Als allererstes den alten Tower zerlegen und mit Bewunderung die alten Teile bestaunen. Das Board – damals noch ein Ferrari! Soundblaster64! Geil… und zu guter letzt noch eine Grafikkarte von ATI – damals noch mein favourisierte Grafikkartenausrichtung. Heute bin ich ja auf NVIDIA-Trip – einfach schon wegen dem Videoschnitt. Der Tower noch verziert mit einem B&T-Aufkleber von der Hardwarebutze in Immelborn, die es nicht mehr gibt. Unser Bernd Jäger – immer sehr freundlich – aber leider hat das Geschäft nicht so gut funktioniert…


Der Prozessorlüfter versifft bis unter die letzte Lamelle. So ist das eben…
Als nächstes die neuen Lüfterlöcher angezeichnet und mit dem DREMEL und frisch gekauften Trennscheiben ein paar saubere Löcher schneiden. Achtung: Mundschutz und Schutzbrille tragen! Ich hab am nächsten Tag noch Bröckchen in der Nase gehabt (da ich pflichtbewusst keins von beidem benutzt habe).


Jetzt alles schön reinigen und entfetten. Ich hab das ganze noch verstärkt mit einem kräftigen Lungenzug Nitroverdünnung. Im Schwindelzustand lässt sich eben doch am besten Arbeiten ,-) Die neue Farbe soll ja auch gut am alten Gehäuse haften!


Wenn dann auch alles schick glänzt und man sich die Hände nicht noch mit Metallspänchen an geschliffenen Ecken einreißt kommt das Lackieren. Leider war es schon spät. Gegen 23 Uhr am Freitag Abend… tsss tsss tsss – da musste ich mir vorher zumindest mal ein Radler gönnen. Zwei Minuten geschüttelt – nicht gerührt – und los kanns gehen mit dem Marmorieren der gealterten Gehäuseflächen…

Am Freitagabend erstmal Feierabend – reicht ja auch. Das Wochenende war noch lang. Samstag früh erstmal nachgesehen, ob nicht ein Marder oder eine Katze im Frischluft-Lackier-Verschlag gewütet hat. Glück gehabt und alles noch mit einer Schicht Klarlack überzogen. Dann erstmal mit Kind zum Einkaufen und so. Nachmittags wird weiter geschraubt!
Samstag Nachmittag: Es wird Zeit, Dinge zu tun, die richtig Spaß machen. Also Alten und Neuen Tower nebeneinander legen und feststellen, das es wohl einfacher ist, das Innere eines Panzers in einen Trabant zu bauen… Platztechnisch ist es schon ein riesen Unterschied zwischen „MIDITOWER“ und „BIGTOWER“

Also den einen Patienten erstmal ausgenommen wie eine Weihnachtsgans und den zweiten von Innen gewienert. Dann gehts weiter ans langsame Zusammenbauen.

Jeden Kontakt, jeden Stecker, jedes Kabel erstmal absaugen – mit einem Pinsel säubern – quasi Grundsanieren. Nicht geplant war allerdings das demontieren des Netzteils. Wie sich aber zeigte, war genau das auch verdreckt wie Hanne…


Das Board passte wie angegossen – warum auch nicht… ATX ist ATX – der Formfaktor hat sich in den letzten 10 Jahren nicht geändert. Jetzt ein paar Bastelarbeiten. Heißkleber, Schalter wieder einkleben, Knöpfe anmalen, Ritzen und Kanten vom Lack befreien und dann die gereinigten Zierelemente wieder einsetzen.


Sieht doch fürs erste gar nicht schlecht aus… Es fehlen zwar noch Teile aber egal. Der Lack wird auch bald trocken sein…
Jetzt noch Lüftergitter und Lüfter aus dem neueren Tower bauen. Säubern und am „alten“ anbringen. Durch die bis jetzt noch vorhandenen Gucklöcher kann man schön sehen, das die Innereien wieder wie neue erstrahlen! 😉

Am Ende des Sonntag-Nachmittages war das Gerät dann Einsatzbereit und funktionstüchtig. Zusätzlich hinten noch ein paar USB-Anschlüsse eingeplant – fertig ist der neue „alte“ Rechner. Die Lackierflecken waren Abends schon fast nicht mehr zu sehen. War eben alles mit etwas Zeitdruck verbunden – da kann man nicht auf die „mind. 24 Stunden“-Trockenzeiten Rücksicht nehmen…


Also alles in allem ist der erste Teil damit gut abgeschlossen. Richtig elektrisch wird es wohl Mitte-Ende dieser Woche. Meine Bestellung bei Alternate sollte dann eintreffen und Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit meines PC´s wird wohl einen Quantensprung nach vorne machen ,-) Ich freu mich schon drauf! Dann kommt am nächsten WE -> Rechnerschraubing – Teil 2

man liest sich!
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