Der Necke über den Necke

... ein paar Infos über mich

Hallo, schön das du meine Seite besuchst! Fühl Dich erstmal gedrückt. Denn das ist es was ich gerne mache. Ich drücke Menschen zur Begrüßung.

Das ist nicht nur aus der Mode gekommen, seit Corona ist es sogar etwas verpöhnt oder manch einer würde sagen: Es ist nicht mehr höflich oder erwünscht. Ich habe nach der Pandemie auch sehr schnell meinem Gegenüber die Hand wieder geschüttelt. Weil es mir als Mensch etwas bedeutet. Nicht, weil es in unserer verkopften Gesellschaft einen Zweck erfüllt.

Menschen die mich kennen, würden sagen: sein Leben ist erfüllt. Menschen die mich nicht kennen, denken: „Was für ein Voruteilsbeladener Pessimist! Kann er nicht einfach Mal zufrieden sein oder ohne Überlegungen mutig ins Kalte Wasser springen?“

Das kann ich alles. Ja, ich kann zufrieden sein. Wenn ich meine Frau und meine Kinder im Arm halte, dann bin ich glücklich. Das ich meinen Eltern nah sein kann und trotz allen Streitereien tief im Innern dankbar bin, sie noch zu haben. Ja, da denke ich, bin ich glücklich. Wenn ich Wertschätzung erfahre und mit meinen vielen Interessen und Unternehmungen Sinn oder Freude stifte: Dann bin ich froh, da zu sein.

In vielen Momenten dazwischen, sagen wir mal: ein eher komplizierter Menschentyp. Ich versuche es immer allen Recht zu machen und bin ein sehr emphatischer Zeitgenosse. Unterhalte mich gerne. Bin gerne in angenehmer Gesellschaft und kann auch sehr schnell sehr „warm mit anderen Menschen werden“. Allerdings habe ich trotzdem gerne einen Plan B oder besser noch Plan C. Es kann immer schlimmer kommen. Wenn etwas schief gehen kann, dann sollte man es auch nicht ignorieren.

Diese Haltung hat mir lange den Beinamen „Katastrophen-Necke“ beschert. Weil ich immer erstmal vom Schlimmsten ausgehe. Murphys Law und so. Vor einiger Zeit wurde ich höflich in „Worst-Case-Necke“ umgetauft. Das ist moderner und weniger absolut. Und klingt auch schöner, finde ich.

Früher war ich eher wie Jekyll und Hyde

Launisch. Oft für Umstehende sehr nahe an einer dissoziativen Identitätsstörung leidend. Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt. Doch heute weiß ich, das ich viele Gefühle einfach nur leidenschaftlich und mit Begeisterung schmerzhaft ausgekostet habe. Freude und Wut: Gerne bis zum Austicken und Ersticken. Liebeskummer? Na klar, aber wenn, dann mit schmalztrauriger Musik, ertrinkend in Selbstmitleid in Kerzenschein und weinend am Boden. Zerstört und Glücklich. Vielleicht war ich auch deshalb ein so guter Zuhörer und Ratgeber wenn es um Gefühle ging. Weil ich sie einfach Alle zu gern hatte.

Im Laufe des Zeit hat sich vieles aber dann doch eher in Richtung Ruhig und Introvertiert entwickelt. Mit zunehmender Lebensweisheit, einer liebevollen Ehe, Vaterfreuden und klassischem Nestbau ist einiges der unbegründeten Wut von mir abgefallen und Sarkasmus, Ablehnung und Resignation sind hinzugekommen. Etwas „ertragen zu müssen“ weil es sich „gehört“ oder etwas sehen, lesen, hören, machen zu müssen, weil es alle tun – das habe ich mir versucht abzuerziehen. Höflich sein heißt nicht, das man sich selbst verbiegt um zu gefallen. So ist das.

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Falls Du bis hier her gelesen hast bin ich beeindruckt. Dann hast du Dir auch einen kurzen Abriss meines Werdegangs verdient:

Ich bin in einem Dorfkindergarten in Thüringen in der DDR aufgewachsen, habe frühmorgens im Bett liegend mitanhören müssen, wie meine Kindergärtnerin überfahren wurde. Lesen und Schreiben lernte ich in einer Dorfschule. Trinken in einem Dorfclub. Tanzen in der Dorfdisko.

Mit 16 rutschte ich in eine Lehre als einer der letzten Schriftsetzer (tatsächlich) und Systemtechniker (ja ich kann auch Technik) – ohne eine Ahnung zu haben, was mich erwartet. Denn damals war das noch ein Handwerk – Stichwort Bleisatz. Kannst du gerne mal googeln.

Heute heißt das Mediengestalter und ist so umfangreich, das es schon wieder zu vielfältig ist, um jedem einzelnen Teil dieses schönen Berufes gerecht zu werden. Zur Ehrenrettung aller Mediengestalter da draussen: Webdesign und Videoschnitt gab es damals einfach noch nicht in Verbindung mit diesem Beruf. Heute schnippelt sich jeder Content Creator am Heim-PC seine Stories tausendfach schöner zusammen als es in der Ausbildung gelehrt wird. Und ohne anzugeben: Egal wo ich auf Speisekarten, Broschüren oder Publikationen mit Text schaue … ich finde dutzendweise fachliche Fehler. Möge sich mein Fachkundelehrer Macalla im Grabe drehen wie ein Brummkreisel.

Nach ein paar Jahren im Beruf kam auch der verpflichtete Abstecher zur Bundeswehr als Wehrdienstleistender. Die Zeit in Frankenberg an der Eder hatte einen holprigen Start, weil es einfach ungewohnt war, so von oben herab behandelt zu werden. Dann wurde Schichtdienst daraus als Funker, viel Sport und viel Zeit zum Lesen 🙂 Am Ende die ehrenhafte Entlassung als Hauptgefreiter der EloKa und der Blick von Oben herab auf die nächsten Schulterglatzen denen es erstmal schlecht geht. Alles in Allem war es eine schöne Zeit und so pathetisch es klingt: die Erfahrungen und die Kameradschaften waren es wert, herumgeschubst zu werden. …und natürlich das befriedigende Gefühl, einen Gurt durch ein MG3 zu lassen. Aber das nur am Rand erwähnt.

Zeit vergeht

Ich war schon Werbetexter, Gestalter, Monteur, Offsetdrucker, Qualitätsprüfer, Bastler, Bauarbeiter, Ladenbauer, Kartograph, Fotograf, Kameramann, Cutter, Messebauer, Grafiker, Netzwerktechniker, Schreibkraft, Webdesigner oder habe mir, durch ALG2 finanziert, genüsslich zwei Monate den Arsch mit Kaffee und Kippe im Einkaufscenter breitgesessen und den Sommer genossen.
Nichts war umsonst. Alles hatte seinen Sinn und Zweck – auch wenn sich mir dieser nicht immer gleich erschlossen hat. Heute bin ich angekommen. Mein Beruf macht mir Spaß und erfüllt mich.

Zu Zeit arbeite ich wieder als Gestaltungsmaschine für Alles. Baue Bilder, entwerfe Prospekte, verschönere unseren mehrsprachigen Webauftritt und entwickle 3D Modelle unserer Produkte, die ich dann auch (Achtung!!!1! Selbstlob!) äußerst effektiv, ansehnlich und schick rendere und verarbeite. Sounds like Fun. Ja, tut es. Thats it.

Ich lebe zusammen mit meiner Frau Christina in meinem Heimatdorf und bin tief im Herzen rundum glücklich damit. Wir ziehen hier zwei Kinder groß, haben gebaut, Bäume gepflanzt und gefällt, engagieren uns wo wir können… Im Kirmesverein bin ich nun schon fast 30 Jahre, vor ein paar Jahren habe ich mit Freunden den Heimat- und Traditionsverein gegründet, der sich darum kümmert, das bei uns im Dorf was los ist. Fuchs und Hase können mehr, als sich nur gute Nacht sagen. Klingt piefig? Ist es nicht! Sollten alle Menschen machen: die Zeit für Andere aufbringen, Dinge organisieren und veranstalten.

Einzig mit der Schriftstellerkariere hat es bisher noch nicht geklappt. Noch nicht, aber das kommt noch.

Was gibts noch?

Ich liebe gute Filme, höre alles was sich in meinen Ohren gut anhört. Das kann HipHop sein, Metal oder Syntesizer Pop, mir egal. Am liebsten aber Filmmusik. So richtig klassisch. Mit Pauken und Trompeten. Da geht mein Herz auf und der Kopf an.

Ich versuche Klavier zu spielen, Gitarre zu lernen, Cajon zu trommeln, zu zeichnen, kleben und schnitzen, lese mehr für’s Kind als für mich und kaufe mir Computerspiele bei Steam, die ich nie spiele, weil ich die Zeit nicht dafür verschwenden will. Lieber sitze ich vor Youtube und schaue mir Reaction Videos zu Filmen an, die ich selbst schon tausend Mal gesehen habe.

Ich hab kein Problem damit technische Geräte wie Laptops oder Handys zu zerlegen und bin echt gut mit Adobe. Sagen Alle. Und kann gut Dinge gestalten oder planen. Sagen auch alle. Naja, die meisten.

Ach ja, Aberglaube…

Ich trage fast mein ganzes Leben schon ein Kreuz als Glücksbringer – gehe aber nicht regelmäßig in die Kirche. Nur zu Hochzeiten und Beerdigungen, Kirmes, ach ja und zu Weihnachten natürlich.

Meine Freunde nennen mich „Der Necke“ oder auch nur „Necke“, was zu meinem Spitznamen geführt hat. Interessanterweise sagen Eltern zu Ihren Kindern auch immer: „Das ist der Necke“ … also muss ich mich nicht wundern, wenn die nächste Generation auch nur diesen Namen kennt.

Liebe Grüße! Wir sehen uns 😉

Ab nachOben