Wenn man gerne liest, kommt irgendwann der Punkt, wo man sich fragt, wie der Autor oder die Autorin das gemacht hat? Also bevor das Werk meine berufliche Professionalität benötigen wird – Satz, Buchdruck, Buchbindung oder Lektorat – hatte jemand viele Monate, vielleicht Jahre, Freude am Schreiben.
Nicht jede Entstehungsgeschichte ist natürlich von Friede, Freude und dem Kuss der Muse gesegnet. Schreiben ist Handwerk. Schreiben heißt Regeln zu kennen und zu achten. Oder manchmal auch absichtlich zu brechen. Aber dafür muss man sie ja erstmal kennen.
Ist ein Mensch interessiert und kann seine Umwelt richtig sehen, fühlen, riechen, schmecken, hören, also erleben, dann ist schon der Grundstein für gute Geschichten gelegt. Kaum eine Story basiert nicht zu einem Teil auf einer Geschichte die sich irgendwo, irgendwie zugetragen hat – natürlich ganz anders und viel kleiner, viel unbedeutender wahrscheinlich und auch ohne Zauberkräfte, Monster, Raumschiffe oder Superhelden. Aber genau das ist die Aufgabe eines Autors – das zu sehen was andere nicht sehen.
Man braucht Mut, Neugier und Kraft, sich in die Welt zu begeben, die man versucht zu (be)schreiben. Ist die erste Person mit ihren Motiven, Hintergründen und Antrieb erstmal erschaffen und man hört ihr zu, kann es passieren, das sich vieles wie von Zauberhand selbst entwickelt.
Wenn man erstmal genug Ideen gesammelt hat, ist es befreiend, die Welt damit zu füllen. Mit Orten, Wesen, Dingen und Erlebnissen. Die eigene Realität dafür etwas auf links zu drehen, ist für mich zum Beispiel ein großer Antrieb. Der Leser will sich nicht langweilen. Er will inspiriert werden, er will mit den Figuren kämpfen, lieben, trauern, erleichtert sein oder verzweifeln. Aber alles doppelt und dreifach so stark.
Ich schreibe seit einer ganzen Weile mit verschiedenen Hilfsmitteln. Seit einiger Zeit mit Papyrus Autor. Eine Softwarelösung die zwar absolut nicht billig war, aber unglaublich gut hilft, meine Ideen in Denkbrettern, Notizen, Skizzen und vielem mehr zu ordnen. Und, was mir immer wichtig ist: es formatiert alles immer schön in Buchform. Ja, das ist kein Kriterium, aber ich liebe es von Berufs wegen schon, Buchstaben, Worte, Zeilen und Abschnitte ordentlich strukturiert zu setzen. Am besten noch in Form der eigenen Geschichte. Was will man mehr?
Auf den Weg bringen
Wenn Ihr Interesse habt, wie man schreibt. Was dafür wichtig ist… Ich überlege ernsthaft, dieser Seite einen großen Teil meines Wissens anzuvertrauen. Im Laufe der Jahre habe ich viele Bücher zum Thema beackert. Schnell habe ich bemerkt, wie sich die Werkzeuge ähneln. Wie Struktur und Arbeitsweisen von unterschiedlichsten Künstlern übereinstimmen. Eigentlich wäre es machbar, diese Strukturen zu bündeln und hier frei zur Verfügung zu stellen. Na mal schauen.
Bis dahin, wünsch Ich Euch Spaß auf meiner Seite (die immer noch lange nicht das ist, was sie schon vor Jahren hätte sein sollen)… aber sie lebt noch und wird doch ab und an ergänzt.

