Ich bin Der Necke

Dies ist die private Blogseite von Michael Necke. Er wohnt in Witzelroda und betreibt ein Nebengewerbe. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Diese Seite beschäftigt sich hauptsächlich mit Dingen, die Michael Necke interessieren. Dabei legt er den Fokus auf Medien wie Film und Musik, Stars und Sternchen klammert er dabei aus. Gerne schreibt er über Neuigkeiten aus Kultur und Weltgeschehen. Seine Interessen drehen sich um Computer- und Kameratechnik. Er versucht zu Zeichnen, Klavier zu Spielen, einen Podcast zu produzieren, Musikproduktion und Filmproduktion.

Was macht Michael Necke so?

Sein Beruf hat Ihn zu den digitalen Medien geführt. Deswegen betreibt er auch ein Nebengewerbe, welches, klar abgegrenzt auf http://www.n-ecke.de zu finden ist. Hier gibts auch mehr Infos zu seinen Nebengewerblichen Themen. Michael liest auch gerne. Literatur ist wichtig, wenn man wie er davon träumt ein berühmter Autor für Romane oder sogar Kinderbücher zu werden, wobei, wenn er nicht gerade Serien auf Amazon Prime schaut, zappt er sich durch Youtube Videos oder zeichnet auf seinem Zeichentablet gerne Comicfiguren. Michael Necke ist am 5. Mai 1979 in Bad Salzungen geboren.
Michael Necke Foto 2016

Das ist Michael Necke 2016 vor seinem Haus

Zur Zeit arbeitet Michael in einer Holding, die verschiedene Webshops betreut. Hier kann er sich in seinen Leidenschaften für Photoshop, InDesign oder Illustrator von Adobe austoben. Seine größte Leidenschaft ist aber das Modellieren von Dingen in Cinema 4D von Maxon. Das macht Ihm am meisten Spaß. Hier sind keine Grenzen gesetzt. Er war bei der Bundeswehr beim Fernmelderegiment 320 in Frankenberg Funker, hat schon ein Verlagen für Kartographie, in Fachmärkten für Elektronik, Callcentern, Druckereien, Setzereien und Entwicklungsabteilungen bei Hardware Herstellern gearbeitet. Er trägt sein halbes Leben ein Kreuz als Glücksbringer, ist aber nicht in der Kirche. Nur zur Kirmes und zu Hochzeiten und Beerdigungen. Ach ja und zu Weihnachten natürlich. Seine Freunde nennen Ihn Der Necke oder auch Necke, was zu seinem Spitznamen geführt hat. Er hat Humor, ist Zielstrebig und hört für sein Leben gern Filmmusik.

Zweitausend und sechzehn

Dezember 2016. Als Wort: Zweitausendsechzehn. Willkommen in der HochZeit für Rückblicke, die größten Bilder, die wildesten Aufreger, TopTens und TopFlops und was es sonst noch gibt. Was öden mich die ganzen Fernsehzusammenfassung doch an! Ist das dröge und mediengeschädigte Publikum überhaupt noch zu begeistern? Promis die sich getrennt haben – ganz weit vorn!  Wer ist eigentlich gestorben? Eine Menge guter Leute. Und wenn etwas schief geht, kann man es ja den Ausländern in die Schuhe schieben. Oder Trumputin… Was für ein Scheißjahr, wenn man über den Tellerrand blickt.

2016 – Ein Scheißjahr für die Welt

Was ist bei mir hängen geblieben? Das Jahr ist ja schon gut losgegangen mit Köln und der Silvesternacht. Was dort entflammt ist, brennt heute noch lichterloh. Auch bei mir kocht immer noch blanke Wut hoch, wenn ich mir die Bilder ansehe. „Was ist los mit der Menschheit?“ habe ich mich vor fast einem Jahr gefragt und wurde nicht mit einer Antwort belohnt. Dafür mit einem Jahr, das an schlechten, erschütternden und fassungslos machenden Nachrichten kaum noch zu toppen ist. Ein Scheißjahr eben.

Es ließt sich wie eine Statistik, die immer wieder Superlative erreichen will: da entgleißt ein Zug in Bad Aibling mit zwölf Toten, in Brüssel sterben über 30 Menschen, Toronto, in der Schwulenbar: 50 Tote. Dann Nizza mit 80 Opfern und ein Erdbeben mit Hunderten Todesfällen. Zwischendurch rennt ein Irrer mit einer Axt durch einen Zug, ein anderer schießt in einem Einkaufszentrum in München um sich oder wieder ein anderer will mit einer Rucksackbombe in ein Konzert.

Es ist Schrecken, der uns näher kommt als uns lieb ist. Doch brauchte ich nicht lange zu googeln, um zwei Zahlen zu finden, die mich noch trauriger machen. Jeden Tag sterben immer noch 24.000 Menschen weil sie nicht genug zu Essen haben. Davon 18.000 Kinder, die ihren 5. Geburtstag nicht erleben und qualvoll an Unterernährung sterben. Achtzehntausend. Könnt Ihr diese Zahl begrifflich erfassen oder anders gesagt: ihr etwas greifbares geben? Ich kann es jedenfalls nicht.

[row_fluid][one_half] Doch zurück in die Welt die wir erfassen konnten… Menschen, die berühmt genug waren, das wir sie kennen und uns meist gut an sie erinnern: David Bowie, Bud Spencer, die beiden Rogers, Cicero und Willemsen, Götz George, Prince, Manfred Krug – schillernde Prominente Menschen – dahingeschieden. Mit Genscher, Westerwelle und Fidel Castro sind zudem auch Politikgrößen von uns gegangen. [/one_half][one_half] Das bekommt man mit, das steht im Feuilleton.

Auch das DiCaprio den Oscar gewinnt oder sich Brangelina trennten haben wir mitbekommen. Menderes wird Dschungelkönig – ich kann mir nur schwer etwas vorstellen was mich weniger interessiert.

…na gut vielleicht Sarah und Pietro oder wie die beiden heißen. [/one_half][/row_fluid]

Interessanter waren da eher politische Reibereien oder Ereignisse wie den Brexit (übrigends finde ich es immer noch eine Zumutung solchen Vorkommnissen einen abgekürzten Namen zu geben, der das ganze noch verniedlicht, BrExit, GrExit oder einfach nur FuckIt), dem Putschversuch in der Türkei (jaja…) mit anschließender Entdemokratisierung, Trumps Wahl mit der ja keiner gerechnet hat (echt!!!!1!) und Merkels Ankündigung, doch ein viertes Mal die Krone aufzuhaben. Zu Applaudieren gab es dieses Jahr nur bei der AfD – dort stiegen die Werte ständig, während Sie für manchen Industriegiganten ganz schön in den Keller gingen.
Kein Wunder also, das Pirat Gerwald Claus-Brunner da lieber mal in Ruhe erst mit einer Leiche durch Berlin spazieren geht und sich dann selber feige davonstiehlt. Wer hat schon Bock auf so viel Schwachsinn.

Im Sport sah ich Angelique Kerber auf den Thron steigen und Schweinsteiger selbigen in der Nationalen 11 verlassen. Bayern gewinnt fasst alles (mal wieder) und Rosberg macht richtig, was andere vor Ihm zu spät einsahen: er gewinnt und geht lebend. Nur Skifahren sollte er nicht in Erwägung ziehen als Ausgleichsport. König Uli kommt aus dem Knast und macht da weiter wo er aufgehört hat – Respekt. Die Fans stehen hinter ihm und der Rest der Welt empört sich. Who cares?!

Technisch gab es auch nur Lachhaftes. Die Deutschen schaffen es wieder nicht, den Anschluss am Elektroautomarkt zu kriegen, Apple streicht kurzerhand die Kopfhöhrerbuchse am neuen Phone und das kleine Pokemon sagt GO! Schlecht aber, wenn der Gamer dabei vom Auto angefahren wird. Deppen.

Einzig eine Sache hat mich dieses Jahr in der Welt da draussen wirklich genervt: Die Aufregung um Böhmermanns Schmähgedicht / Schmähkritik…
In was für einer Welt kann sich aus solch einer satirischen Meisterleistung eine politische Katastrophe anbahnen? Und warum haben so viele Menschen nicht genug Grips im Kopf gehabt, das Vor-Während-Danach richtig zu verstehen? Wieso wurde da so viel rein interpretiert? Und wen interessiert eigentlich die Türkei – Europatechnisch betrachtet?

[heading_entrance title=“mein 2016″ text=“Schon besser aber nicht perfekt“ custom_class=““][/heading_entrance]

Mein Jahr bestand gefühlt aus Arbeit, Kindern, meinem Darm. Klingt blöd, aber das waren nun mal die Prioritäten. Das dabei einiges auf der Strecke blieb, ist zurückblickend nicht verwunderlich. Es gab einfach zu viel zu tun. Gerade im Job haben wir einiges erreicht und bewerkstelligt. Sind hin und zurückgezogen, wie die Hobbits und arbeiten jetzt in einer neuen, schönen Umgebung. Ich habe das Glück, mit wunderbaren Menschen zusammenzuarbeiten. Und mir macht meine Arbeit Spaß – das war nicht immer so – aber es ist gut, das auch mal zu sagen.

Doch auch zu Hause waren wir nicht untätig. Endlich die Küche fertig renoviert. Den Dachboden mal aufgeräumt, draussen und drinnen gewuselt. Es könnte manchmal ruhiger sein und weniger anliegen. Das ist wahr. Einfach mal jedes zweite Wochenende das eigene Leben in den Griff kriegen. Alte Freunde besuchen. Dinge tun, die man später bereut, nicht getan zu haben.

Während wir mit staunenden Augen auf das Chaos in der Welt schauten, lebten wir dieses Jahr einfach nur tageintagaus. TickTackTickTack ist das Jahr vergangen und so richtig positive Dinge sind nicht in Erinnerung geblieben. Versteht mich nicht falsch. Es gab schöne Momente.

Der kleine Linus hat erst krabbeln und jetzt vor ein paar Tagen Laufen gelernt und durch Ihn kann ich auch wieder öfter die Welt mit Kinderaugen sehen. Das ist wunderbar. In unserem Großen, Max, sehe ich Wut, Angst und Verwirrung, die wir durch unsere Informationsflut erst in Ihm erzeugt haben. Ein Kind sollte noch nicht mit IS und Terror und Zukunftsängsten bombardiert werden. Doch selbst wenn ich um halb 8 KiKa Nachrichten schaue, bekomme ich diese Begriffe erklärt. Muss das oder kann das warten? Ich weiß es nicht.

Am liebsten würde ich die Vorhänge zu ziehen, die Augen und Ohren zuhalten und sagen: „Was geht mich das alles an da draussen?“ Doch dann erinnere ich mich sehr schnell an die Kinder die wir haben und frage mich: „In was für eine Welt haben wir sie geworfen?“ und „Kann ich mein Kind auf das was da noch kommt vorbereiten?“

[heading_entrance title=“2017″ text=“was mag da wohl kommen…“ custom_class=““][/heading_entrance]

Ich freue mich auf 2017 noch nicht. Wir werden dann beide wieder Voll arbeiten, noch weniger Zeit für die Kids haben, bleiben wir gesund? Da ich ja nun jährlich zum Spiegeln muss, frag ich mich aber sicher wieder schon Wochen vorher: „Wars das diesmal?“

Ansonsten ganz oben auf der Liste: Mehr Bewegung, ruhiger werden, mehr Zeit Abends auf der Couch bei meiner Frau verbringen, vielleicht aufhören mit Rauchen, weniger Trinken, endlich mal ein Hobby wirklich auch durchziehen und nicht immer noch alle Interessen von aussen für gut befinden und dann keine Zeit haben.

Das mit dem Rauchen steht wirklich oben an. Aber nicht wegen dem Geld. Und erst recht nicht wegen den ganzen Kommentaren, Verboten, besorgten oder verwunderten Blicken. Leute! Als ich so jung war wie die JUGEND heute, wurde noch in jedem öffentlichen Raum, in jedem Café, Kino, ach einfach überall durfte geraucht werden. Auf Familienfeiern wurde gequalmt das einem die Augen getränt haben. Es war jedermanns freie Entscheidung, ob man es tut oder nicht.
Und heute? Verdrehen die Leute, die selber mal am Glimmstengel gehangen haben die Augen wenn sie im Freien aus zehn Metern Entfernung eine Zigarette riechen. Hallo?! Gehts noch? Ihr atmet jeden Tag tausend schädliche Stoffe ein. Da fällt man nicht gleich um, wenn nebenan jemand eine raucht.

Naja egal. Übermorgen ist Weihnachten. Wir gehen in die Kirche. Dann Essen, Bescherung, etwas spielen, nett sein. Wie es sich gehört. Und ich werde meine Kinder ansehen. Und froh sein, das sie gesund sind. Das wir (zum größten Teil) gesund sind. Das wir (noch) in Frieden leben. Es wird viel zu wenig gesagt: „Uns geht es gut.“ Irgendjemand hat mal gesagt, „schaut an Euch runter, dann seht Ihr wie gut es Euch geht“ – stimmt doch, oder? … Moment mal, da war doch noch dieses Zahl… 18.000…

Ich habe dieses Jahr gesehen wie sich Menschen auseinander gelebt haben. Sich trennten. Ich habe zwei menschliche Tragödien beobachtet die beide näher waren als erwartet. Und Leid gesehen. Und Hoffnung, das es immer wieder ein Licht gibt. Man darf nicht aufhören weiter zu machen. Man darf nicht aufgeben.

In diesem Sinne, beende ich diesen, an fünf Abenden verfassten Text – vielleicht auch, weil ich einfach keinen Bock mehr habe. Ich wünsche Euch was! Feiert schön und ruhig Weihnachten. Reibt euch auch mal aneinander. Das tut gut. Esst gut – weil Ihr es könnt. Trinkt viel – weil Ihr es dürft. Raucht mal eine – wenn Ihr es wollt. Nehmt Euch mal in den Arm – solange es geht. Was fehlt, weiß man … ach Schluß jetzt. Frohe Weihnachten! Und einen guten Rutsch.

  • Marco
    Donnerstag, 22. Dezember 2016

    Es tat gerade echt gut, den Text zu lesen und du sprichst mir größtenteils aus der Seele 🙂

    Habt eine schöne Zeit und genießt die freien Tage!

  • Albrecht
    Samstag, 31. Dezember 2016

    Schöner Kommentar zum Jahr 2016. Es gibt viele unschöne Dinge auf der Welt. Die waren 2016 so und werden sich wahrscheinlich auch 2017 (leider) nicht ändern. Trotzdem kommen mir in deinem Text, die guten und schönen Nachrichten zu kurz:
    Portugal ist Fußball Europameister. Die deutschen Handballer wurden Europameister und holten Olympia
    Bronze.

    Zusätzlich fehlt mir als Buzzword noch: #postfaktisch.

    Guten Rutsch und gesundes neues Jahr!

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