20. Dezember 2025

Das Witzelroda-Spiel

Originalbeitrag vom 03. Januar 2012

Am Anfang stand wie so oft eine Schnappsidee. Könnte man, wenn man wollte… für Silvester ein Spiel erfinden, das irgendwie von allem was beinhaltet und Spaß macht und lang dauert… Wahrscheinlich schon.

Ein paar Tage später sitze ich schon an Zeichnungen und Ideen und überlege, wie man ein Brettspiel bauen kann, auf dem richtige Spielsteine ihre Runden ziehen… hier also meine Anleitung…

Am Anfang stand im Witzelroda Spiel die grafische Umsetzung ganz vorne. Google sei Dank, kein unmögliches Unterfangen.
Mittels Screenshots konnte ich eine ziemlich große und detailierte Karte mit der Draufsicht auf Witzelroda und Neundorf basteln.

Aus den einzelnen Screenshots musste natürlich erst noch eine einzelne Karte entwickelt werden. Mit etwas Geschick und viel Geduld wird aber auch das kein Hinderniss sein.

Schade um das ganze Drumherum, aber für unser Spiel brauchte ich nur den Ausschnitt von Witzelroda. Also Drehen und alles wegschneiden, was später nicht auf das Spielbrett gehört.

Nach der Auswahl des Spielbereiches fiel mir auf, das die winzig kleinen und schmalen Straßen überhaupt nicht für Spielfiguren – geschweige denn Spielfelder mit Symbolen – geeignet sind… Also die schöne Montage wieder zerschneiden

Die Fragmente habe ich dann versucht, in möglichst gleichmäßige Richtungen zu ziehen um gleichbreite Wege zu erzeugen.

Das wäre geschafft. Nun die entstandenen Flächen erstmal mit einer Grastextur füllen.

Als nächstes füllte ich die Räume mit Straßenbelag. Das war wohl der aufwendigste Teil des Wegebaus, weil ich immer wieder füllen musste und Randstein setzen und füllen und wegschneiden… 😀 Da weiß man nicht mehr, warum man damit angefangen hat.

Und dann kommt zum Bitumen auch noch Naturstein. Kann ja nicht jeder Weg gleich sein. Um Spezialfelder zu erschaffen, habe ich dann noch einige (die meisten) Felder mit Text und Bildern versehen.

Zwar sollte sich alles frei bespielbar anfühlen, aber ein paar Wegweiser zur „Lösung“ des Spiels mussten dann doch platziert werden. Der Gedanke, den Spieler erst Punkte sammeln zu lassen, damit er sie dann auf einem Kirmesgelände einsetzen kann… der konnte mir auch nur damals kommen.

Zentraler Punkt war der Kreuzungsbereich in Witzelroda. Überall hin und nirgends sicher. Auf jeden Fall musste erstmal jeder Spiel hier anhalten. Da gab es kein Vorbeikommen.

Weitere Spielfelder auf Straßen und Wegen.

Der fertige Spielplan 🙂 Yeaaaah! An der Stelle sind schon dutzende Stunden Gestaltung in das Spielfeld geflossen.

Um mehr Spielspaß in die Geschichte zu bringen, habe ich dann die Idee gehabt, ein vorhandenes Spiel einfach zu integrieren. Wie sich herausstellte, war das eine super Idee. Na, wer kennt es?

Nach Actionfeldern nun noch Fragen oder Ereignisfelder auf die übrig gebliebenen Felder verteilen. Langsam wurde es bunt und abwechslungsreich…

Damit Kartenstapel und die selbstgemachten Quizzereien nicht wild verteilt auf dem Feld verteilt werden, habe ich nun noch Kartenfelder angelegt, auf die dann die verschiedenen Kartenstapel gelegt werden.

Voilla! Das fertige (digitale) Spielfeld ist fertig. Nun geht es an die Überlegung, wie bekomme ich das auf Pappe oder Holz geklebt? Aber erstmal hier: „Der Weg ist das Ziel“ Witzelroda Edition.

Das Kleben und Spielfiguren raussuchen werde ich jetzt nicht noch so detailliert beschreiben. Es war jedenfalls ein Mordsspaß und jede der Spielrunden hat den ganzen Abend eingenommen. Also für zwischendurch mal ne Stunde, ist es eben doch zu komplex.

Danke fürs Lesen – ich hoffe es hat Euch genauso fasziniert und Euch Spaß gemacht wie mir. Das war schon was besonderes. Wie gesagt. Der Weg ist das Ziel.

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Michael Necke mit grimmigem und mit nett lächelndem Gesicht

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