300 – Rise of the Pixelblut

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Wie schafft man es, einen Kassenschlager fortzusetzen, bei dem der größte Teil der Besetzungsliste am Ende des ersten Teils ausgeblutet am Boden liegt? Nun, 300 – Rise of an Empire schafft das ganz gut und präsentiert diesmal spärlich bekleidete Männer in blauen Umhängen (gut, die roten kommen auch vor, aber dazu später mehr).
Neuer Held des Kriegerspektaktels ist Themistokles, Heerführer aus Athen, dessen 3 großen Schlachten wir miterleben dürfen. Den ersten Paukenschlag erleben wir dann auch gleich zu Beginn, als 10 Jahre vor den 300 Spartanern die Schlacht um Marathon tobt und die Figur von Themistokles eingeführt wird. Da wird gehauen und gestochen, geschnetzelt und zerteilt, Blutfontänen spritzen, während sich Superzeitlupe und normale Filmgeschwindigkeit fließend abwechseln. Köpfe, Arme und Beine fliegen abwechselnd in die Kamera, untermalt von der Stimme der Spartanerkönigin, die den „geschichtlichen“ Background mit viel Pathos erklärt. Das muss nicht jedem gefallen, aber ich fand, es sieht total geil aus 🙂
Von der Geschichte sei nur so viel verraten: Themistokles tötet zu Beginn Xerxes Vater. Xerxes ist der geschmückte Glatzkopf, welcher am Ende von 300 den Speer von Leonidas zu spüren bekommt. Von Rache getrieben wird Xerxes vom eigentlichen Blickfang des Filmes zu Kriegsplänen getrieben: Artemisia, flotte Flottenführerin der Perser. Selber verschleppt und über Jahre von Griechen mißhandelt ist ihr Antrieb Rache an allen Griechen…
Im weiteren Verlauf des Filmes werden noch zwei weitere große Schlachten geschlagen, die das David-gegen-Goliath-Motiv des ersten Teils wieder aufgreifen. Unterbrochen von mehr oder weniger pathetischen Wortgeplänkeln. Der Held ist ein anderer, die Gangart und die Stilmittel sind ausnahmslos die gleichen wie im Vorgängerstreifen. Aber warum eigentlich nicht? Wer „300“ nicht mochte, wird wohl auch nicht in „Rise of an Empire“ gehen und plötzlich ein anspruchsvolles Drama erwarten. Für alle anderen ist der Film eine Offenbarung. Ein feuchter Traum jedenfalls ist ohne Frage Eva Green, deren Rolle als Kriegsherrin Artemisia wohl an ein reales Vorbild aus der Seeschlacht bei Artemision 480 vor Christus angelent wurde. Damals zog ein Heer der Perser gegen die unterlegenen Griechen zu Wasser.
Von mir gibt es 9 von 10 Litern Kunstblut für ein Spektakel, das man mag oder nicht. Optisch war es jedenfalls eine Wucht (siehe Eva Green 🙂 . Schauts Euch an, schöner wird im Kino kaum gemetzelt.

man liest sich!
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